songs and soundscapes

Christian Thomé Efrat Alony Mark Reinke

Alonys Musik bildet einen ganz eigenen Planeten voller Atmosphäre und Geheimnis, der sich auf verschlungenen Wegen um die Jazzsonne bewegt.  

 

Efrat Alonys Songs werden seit Jahren von der Presse gefeiert. Die einen nennen sie „populäre Kunstlieder, hoch expressiv“, die anderen „auf geheimnisvolle Weise vom Jazz herkommende Popsongs“ oder gar eine „Kammerjazz-Parallelwelt“. In Jazzzeit war zu lesen: „Die Sängerin Efrat Alony hat nicht nur eine interessante Stimme, sondern ist auch eine Komponistin und Textdichterin, die etwas zu sagen und ihre eigene Sprache gefunden hat.“ Und beim Bayerischen Rundfunk kommentierte man: „Sie ist eine Musikerin von eigensinniger Raffinesse, liebt die Verschmelzung von Elementen aus Jazz, Rock und elektronischer Musik und verleiht diesem Sound mit persönlichen Texten und dunkler Altstimme ein großes Maß an Individualität.“ 

 

„Dismantling Dreams“, Efrats viertes Album mit ihrem Bandprojekt Alony, wurde zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk von ihrem langjährigen Partner und Pianisten Mark Reinke produziert. Alony – nun reduziert zum Trio (plus Streichquartett) – mischen hier akustische und elektronische Elemente zu originellen Sounddesigns, die gezielt von aktuellen Konzepten der Popmusik beeinflusst sind. Eingebettet in diese abenteuerlichen Soundscapes gewinnt Efrats faszinierende Stimme eine neue, fundamentale Klarheit und eine emotionale Tiefe, die sie nie zuvor erreicht hat. Das ist Singer-Songwriter-Kunst von besonderer, grenzüberschreitender Art. „Die Kompositionen sind wie Gefühls-Collagen“, sagt Efrat, „wie kleine Ohrfilme.“ 

 

„Dismantling Dreams“ unterstreicht die verstörende, unbändige Freiheit einer großen Künstlerin. 

 

 

Efrat Alony

1975 in Haifa, Israel, als Tochter irakischer Einwanderer geboren, studierte sie Komposition, Arrangement, Jazz- und klassischen Gesang, zunächst in ihrem Heimatland (Rimon school of jazz and contemporary music), dann in den USA (Berklee College of Music in Boston) und abschließend in Deutschland (Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin). Sie nahm Unterricht u.a. bei Joe Lovano, Bob Brookmeyer und Steve Gray. Von da an ging es stetig weiter. Als Feature-Vokalistin und Komponistin trat Efrat Alony auf beim Sunday Night Orchestra (mit Unterstützung des Bayerischen Rundfunks), mit dem Jazz Orchestra Concertgebouw, Amsterdam und mit der Bigband des Hessischen Rundfunks.  

 

Sie arbeitete als musikalische Leiterin und Vokaltrainerin für diverse Theaterproduktionen u.a mit dem renommierten amerikanischen Regisseur Robert Wilson. 2006 gewann sie den mit 5000 Euro dotierten Jazz Performancepreis der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin. 2008 erhielt sie den Berliner Senat Jazz-Förderungs Preis. Mit „Dismantling Dreams“ wird 2009 ihr mittlerweile viertes Album wiederum bei Enja Records veröffentlicht (Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk) - begleitet von einer großen Konzerttournee.  

 

Efrat benuzt Neumann Mikrofone 

Links

Mark Reinke

Mark Reinke wurde 1976 in Düsseldorf geboren. Er studierte Jazz- Klavier an der Hochschule für die Künste, Arnheim, Hochschule für Musik "Hanns Eisler", Berlin und am Berklee College of Music, Boston u.a. bei Rob van den Broek, Aki Takase, Steve Gray und Richie Beirach. 

 

Neben seiner Arbeit als co- leader von Alony hat er unter anderem mit Katja Riemann, Sonja Kandels, Hermano Lobo, Tilman Ehrhorn und Johannes Haage zusammengearbeitet. Bei verschiedenen Theaterproduktionen hat er als Pianist und musikalischer Leiter mitgewirkt, unter anderem bei "saints and singing" des berühmten amerikanischen Regisseurs Robert Wilson.  

Er arbeitet als Soundesigner für die Musiksoftware- Firma Ableton. 

 

Mark wurde von unterschiedlichsten Musikstilen wie Jazz, Minimalmusik, elektronischer Musik und Alternative Rock geprägt und zählt Musiker wie Django Bates, Bill Frisell, Steve Reich und Radiohead zu seinen Vorbildern. 

 

Mark Reinke benutzt Nord keyboards und Ableton Live. 

Christian Thomé

Christian Thomé, lebt in Köln, arbeitet als Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur, Produzent und Pädagoge. Er gehört zu den wenigen Schlagzeugern, die eine eigene Sprache gefunden haben. Sein originäres und klangfarbenreiches Schlagzeugspiel ermöglicht ihm den seltenen Spagat sich in ganz unterschiedlichen Musikstilen zu profilieren.  

 

Seine Projekte erstrecken sich von zeitgenössischem Jazz über Weltmusik, experimentelle Elektronik und Popmusik bis hin zur Klassik. Aktuelle eigene Bands sind sein elektro-akustisches Trio "Radio Köber", ein Kollektiv namens "Arnie Bolden" sowie ein neues Solo-Programm, als Sideman spielt er bei "Lühning", "Alony", "Niobe", mit Markus Stockhausen um nur einige zu nennen. Spielte u.a. mit Lee Konitz, Evan Parker, Peter Kowald, Michael Moore, Michel Godard, Achim Kaufmann, Guillaume Orti, Matthias Schubert, Rudi Mahall, Dhafer Youssef und Moritz Eggert.